Forum: „Innenstadt-Pläne“

Nutrias (1763 Angeklickt)

Unabhängige Tierschutz – Union Deutschlands
Allianz für Tierrechte - Tierrechtsvereinigung zum Schutz der Tiere vor Mißbrauch
Aktionsbündnis – „Jagdfreie Natur“
angeschlossen bundesweit tätige Tierschutzorganisationen, Initiativen und Einzelpersonen,
deren Arbeitsgebiet im karitativen und politischen Wirken für die Rechte der Tiere liegt.
Geschäftsleitung – Tüttleber Weg 13 in 99867 Gotha. Tel (03621) 506610 # Fax 506611
Außenstelle Hettstedt – Horst Cunäus – Puschkinstr. 4 in 06333 Hettstedt U T – U D
Tel: (03476) 851998 # Mail: kontakt@nutriavereinhettstedt.de



Herrn Dr..phil nat. Udo Kosmac
Fachbereichsleiter Biologie
LINEG-Zentrallabor
Grafschafter Straße 251
47443 Moers

Sehr geehrter Herr Dr. Udo Kosmac,

mit Entsetzen habe ich davon erfahren, dass bereits einige der harmlosen Nutrias im Bereich der Ravelins im Moerser Stadtgraben auf der Basis Ihrer unwahren Behauptungen über diese Tiere getötet wurden. Als Tierschützer, Mitglied der Unabhängigen Deutschen Tierschutz Union und als Vorsitzender des Hettstedter Nutriavereins protestiere ich gegen Ihr Vorhaben, auch weitere Nutrias töten zu lassen. Ich fordere Sie hiermit auf, Ihr feiges Treiben gegen unschuldige und völlig harmlose Tiere sofort zu unterlassen.

Ich glaube Ihnen durchaus Ihre Darstellungen über die wasserwirtschaftlichen Probleme, die es im Bereich der Ravelins im Moerser Stadtgraben gibt. Ich glaube Ihnen aber nicht, dass Sie sich ausreichend Mühe gemacht haben, nach wissenschaftlichen Prinzipien nach den wahren Ursachen dieser Probleme zu suchen. Sie wären mit Sicherheit zu ganz anderen Ergebnissen gekommen.

Herr Dr. Kosmac, haben Sie jemals mit Ihren eigenen Augen gesehen, dass Nutrias im Erdbereich buddeln, dass sie sogar Gänge buddeln?

Bitte beantworten Sie meine Frage nicht ausweichend, indem Sie auf Schäden im Gewässerbereich hinweisen, die eventuell durch dieses oder jenes entstanden sind; vielleicht durch Wassererosion, chemische Erosion, durch den Zahn der Zeit, durch vom Menschen gemachte Fehler beim Bau oder bei der Betreuung der Wasseranlagen, etc.

Herr Dr. Kosmac, Nutrias haben nichts mit dem zutun, was Sie ihnen zur Last legen. Nutrias buddeln nämlich keine Bauten. Sie nutzen ggf. vorhandene Hohlräume, aber sie buddeln sie nicht selbst, weil sie das nicht können.

Als Tierschützer und Tierfreund sehe ich es daher als eine Ungerechtigkeit an, dass Sie aufgrund falscher Behauptungen über das Sein oder Nichtsein dieser, unserer Mitgeschöpfe, entscheiden.

Seit mehr als fünf Jahren bin ich in Hettestedt täglich mindestens sechs Stunden im unmittelbaren Kontakt mit frei lebenden Nutrias. Ich habe das Verhalten dieser Tiere jahrelang beobachtet und studiert, weshalb ich Ihnen versichern kann, dass diese Tiere nicht für die von Ihnen aufgeführten Schäden durch Grabungen verantwortlich sein können. Die Nutrias tun das einfach nicht.

Zudem behaupten Sie, dass Nutrias zum Erreichen von „Wohnkesseln“ durch einen mit Wasser gefüllten Gang tauchen. Aus jahrelanger Erfahrung (bei Hochwasser) weiß ich, dass Nutrias, sobald der Zugang zu ihrem „Wohnbereich“ mit Wasser gefüllt ist, nicht mehr in ihr für sie gefährlich gewordenes Zuhause schwimmen bzw. tauchen. Die Tiere tauchen nicht durch diesen mit Wasser gefüllten Bereich, um in ihre Wohnungen zu kommen. Selbst bei kalten winterlichen Temperaturen bleiben Nutrias diesen für sie so gefährlich gewordenen Wohnräumen fern. Wenn sie keinen anderen Schutz finden, verweilen Nutrias draußen im Freien. Sie schlafen dann sogar bei Tag und auch bei Nacht draußen im Freien; auch bei Frost.

Außerdem möchte ich noch auf das Tauchen der Tiere näher eingehen: Die Nutrias, die sich in Hettstedt im März 2012 bei schnell einstellendem Hochwasser nicht rechtzeitig ins Freie begeben haben, sind ertrunken. Dies beweist, dass Ihr Vermögen, insbesondere beim Spielen tauchen zu können, stark eingeschränkt ist.

Herr Dr. Kosmac, als Tierschützer appelliere ich an Sie, die Wahrheit über die Nutrias zu akzeptieren. Ich möchte Sie bitten, die Ursachen für die Schäden im Schlosspark nochmals, aber korrekt und allein der Wahrheit dienend zu überprüfen. Sie werden feststellen, dass Nutrias nichts damit zu tun haben.

Herr Dr. Kosmac, Sie werden ihr Handeln im Blickpunkt der Öffentlichkeit zu verantworten haben. Nach dem Tierschutzgesetzt wartet auf Tiermörder eine Haftstrafe von 2 bis 3 Jahren, und die Gerichte tendieren immer mehr dazu, solche Strafen auch ohne Bewährung auszusprechen.

Die unschuldigen Nutrias sollen Opfer Ihrer Unwissenheit werden. Ohne das Hinzuziehen erfahrener fachkundiger Tierschützer treffen Sie Entscheidungen zum Töten von Lebewesen.

Als Tierschützer werde ich Maßnahmen einleiten, um Ihrem ungerechtfertigten Handeln ein Ende zu bereiten.


Horst Cunäus
Puschkinstraße 4
06333 Hettstedt

Hettstedt, am 21. Januar 2014

Beitrag von Horst Cunäus vom 21.01.2014, 20.46h

Thema von Datum/Zeit
Nutrias (1763 Angeklickt) Horst Cunäus 21.01.2014, 20.46h

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