Forum: „Moerser Stadtgespräche“

Re: Herr Birr, was haben Sie mit der Kirmes vor? (830 Klicks)

Sehr geehrter Stadtbeobachter,
zunächst einmal freut mich Ihr persönliches Interesse an einer guten und für Moers wichtigen Traditionsveranstaltung. Auch ich kann nicht in die Zukunft schauen und heute schon festlegen, wie sich z.B. die Kosten für die Bereitstellung der Infrastruktur oder die Abfallgebühren entwickeln. Aber ein Blick zurück lohnt sich und bringt vielleicht ein bisschen Sicherheit. Denn ähnliche Anfragen, Sorgen und Bedenken, wie sie ihn Ihrem Beitrag mitschwingen, gab es auch bei der Übernahme des Moerser Weihnachtsmarktes durch das Stadtmarketing.

Und was ist passiert? Mit erheblichen Investitionen in die Veranstaltung konnten wir in den letzten 2 Jahren die Besucherzahl anheben, die Optik verbessern und auch das Angebot an Ständen ausbauen. Mehr als 24 sog. Flexi-Hütten sprechen eine deutliche Sprache. Dies alles war möglich, ohne die Standgelder anzuheben. Klar ist auch, dass die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist.Aber die 1,2 Mio Euro, die z.B. das CentrO in Oberhausen 2012 in den eigenen Weihnachtsmarkt investiert hat, sind für uns eben nicht zu stemmen. Wir müssen andere Mittel und Wege finden, unseren Anspruch als beliebter Weihnachtsmarkt in der Region weiter durchzusetzen.

Ihre Aussagen zu den "Bratwurstkönigen" sind ja nicht neu. Bisher waren es allerdings "Glühweinkönige" - wobei Herr Edling weder Bratwurst noch Glühwein auf dem Moerser Weihnachtsmarkt anbietet, aber das nur am Rande. Ich glaube auch nicht, dass es besorgte Bürger sind, eher wohl besorgte Schausteller, die solche Themen von Außen "befeuern". Aber das wäre sicher einen eigenen Block wert.

"Das Kommando" bei der Kirmes übernimmt ganz klar das Moerser Stadtmarketing im Sinne der Tradition der Veranstaltung und im Auftrag der Stadt Moers. Und dieses Kommando hat nur ein Ziel, die Moerser Kirmes auch weiterhin auf hohem Niveau zu erhalten und sie damit auch in Zukunft zu einem Aushängeschild der Stadt Moers zu machen.

Welche Maßnahmen und Strategien dazu notwendig sind, darüber kann man sich sicher austauschen. Der Zeitpunkt dazu ist aber zu früh. Glauben wir dem Präsidenten des Deutschen Schaustellerbundes, Herrn Albert Ritter, dann haben es Volksfeste - ganz allgemein gesprochen - in Deutschland nicht leicht. Immer weiter steigende Kosten, enorme Auflagen und ein sich änderndes Freizeitverhalten setzen auch dem Kirmesgeschäft zu. Und gerade deshalb ist es wichtig, Geld und neue Ideen in Veranstaltung zu investieren. Dies kann aber ein Veranstalter nicht alleine!

Das Moerser Stadtmarketing setzt auf ein Miteinander aller Beteiligten und auf die vorhandenen Erfahrungen der Stadt Moers. Zudem befinden wir uns in einem ständigen Dialog mit anderen Veranstaltern. Sie können also davon ausgehen, dass auch in 2014 der Besuch der Moerser Kirmes wieder vielen vielen Menschen zwischen 0 und 99 Jahren Spaß machen wird. Mögliche Veränderungen müssen schrittweise geplant und umgesetzt werden. Auch ein Oktoberfest in München ist über viele Jahrzehnte zu dem gewachsen, was es heute ist. Nun muss man vielleicht nicht in Superlativen a la München denken, aber dieses Beispiel zeigt, dass Entwicklungen Zeit benötigen, um eine Veranstaltung nachhaltig zu stärken. Und sie brauchen vor allem eines, den Rückhalt in der Gesellschaft. Also meine herzliche Bitte, laden Sie alle Freunde, Bekannte, Verwandte, VereinskollegInnen, ArbeitskollegInnen und und und zu einem Bummel auf der Moerser Kirmes ein. Denn nur das hilft einer Veranstaltung wirklich: Fröhliche Besucher!

Mit freundlichen Grüßen vom Königlichen Hof, Michael Birr

Beitrag von Michael Birr vom 03. April 2014 15:53

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